Atomkraftgegner fordern von Bundesamt für Strahlenschutz: „Keine Änderungsgenehmigung für neuen Atommüll nach Ahaus“
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kein-castor-nach-ahaus.de
13.01.2010 - 23:03 Uhr - Umwelt & Natur
(prcenter.de) Atomkraftgegner fordern von Bundesamt für Strahlenschutz:
„Keine Änderungsgenehmigung für neuen Atommüll nach Ahaus“
23. Januar: Autobahn-Aktionstag Ahaus–Duisburg–Jülich
Die BI „Kein Atommüll in Ahaus“ und die Anti-Atomkraft-Initiativen im Münsterland fordern zum Jahresbeginn vom Bundesamt für Strahlenschutz eine grundsätzliche Neubewertung des Zwischenlagers Ahaus. „Gerade das Endlager-Desaster im Schacht Asse zeigt, wie grundlegend die Atommülllagerung in Deutschland neu überdacht werden muss. Die Leichtbauhalle in Ahaus bietet keinerlei zusätzliche Sicherheit für Atommüll. Wir fordern deshalb vom Bundesamt für Strahlenschutz, keine neue Änderungsgenehmigung für neuen Atommüll in Ahaus zu erteilen,“ so Felix Ruwe von der BI „Kein Atommüll in Ahaus“.
Konkret geht es um Änderungsgenehmigungen für die im November von der Bezirksregierung Münster ohne Öffentlichkeitsbeteiligung genehmigte Einlagerung von schwach- und mittelradioaktivem Atommüll sowie für die 152 Castoren mit hochradioaktivem Atommüll aus dem Forschungszentrum Jülich und die 150 Castor-ähnlichen Großbehälter mit Brennelement-Strukturteilen aus La Hague. Ohne diese Änderungsgenehmigungen sind weitere Einlagerungen in Ahaus nicht möglich.
„Der Atomindustrie, der Bundesregierung und der Landesregierung NRW brennt das Atommüllproblem unter den Nägeln. Die anvisierten Castor-Transporte aus Jülich sind rein politisch motiviert, um dem Forschungszentrum Jülich ein radioaktives Imageproblem vom Hals zu schaffen. Bei dem schwach- und mittelradioaktiven Atommüll soll Ahaus als oberirdisches Vorflutbecken für das ebenfalls ungeeignete geplante Endlager Schacht Konrad dienen. Sicherheitsaspekte spielen in keinem Fall eine Rolle,“ so Willi Hesters vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.
Atomkraftgegner kündigen neue Proteste an:
Am 17. Januar findet um 14 Uhr der nächste Sonntagsspaziergang in Ahaus vor dem Rathaus statt.
Am 23. Januar geht es im Rahmen eines Autobahn-Aktionstags unter dem Motto „Dem Castor entgegen“ mit einem Autokorso um 10 Uhr von Ahaus über die Autobahnen A 31, A 2 und A 3 zur Atommüll-Konditionierungsanlage der Ahaus-Betreiberin GNS in Duisburg-Wanheim. Von dort soll schon „Anfang 2010“ Atommüll nach Ahaus rollen. Nach einer Kundgebung und Demo um 12 Uhr geht es weiter über die Autobahn zum Forschungszentrum Jülich, wo um 15 Uhr auf dem Marktplatz Jülich die Abschlusskundgebung stattfindet.
„Mit dieser ungewöhnlichen Protestaktion starten die Münsterländer Anti-Atomkraft-Initiativen offensiv ins Jahr 2010. Die planlose Verschiebung von Atommüll ist keine langfristige Lösung. Stattdessen sollten zunächst alle Atomanlagen stillgelegt werden, damit nicht immer neuer Atommüll produziert wird. Diese Forderungen werden wir auch in den Landtagswahlkampf in NRW tragen,“ erklärte Matthias Eickhoff von der Initiative SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster.
Angaben zum Autor
presse@kein-castor-nach-ahaus.de
Das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen ist ein regionales Netzwerk von Anti-Atomkraft-Initiativen und Einzelpersonen. Beteiligt sind: BI „Kein Atommüll in Ahaus“, AKU (Arbeitskreis Umwelt) Gronau, SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster, „Sektor A“ Gescher, BI Umweltschutz Hamm, MEGA (Menschen gegen Atomanlagen) Waltrop, Telgte-Links-Ab
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