Atomkraftgegner verlangen Klarheit von GNS: Wann beginnt Neuverpackung in Duisburg? Neue Atomanlagen auch an anderen GNS-Standorten?
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kein-castor-nach-ahaus.de
03.05.2010 - 11:17 Uhr - Umwelt & Natur
(prcenter.de) Die Anti-Atomkraft-Initiativen aus dem Münsterland fordern von der GNS (Gesellschaft für Nuklear-Service) nach zahlreichen widersprüchlichen Äußerungen Klarheit über das Gesamtkonzept zur geplanten Atommüll-Neuverpackung für die „Endlagerung“ von schwach- und mittelradioaktivem Atommüll.
„In den letzten Tagen hieß es seitens der GNS zunächst mehrfach, die „endgültigen“ Einlagerungskriterien für den Schacht Konrad müssten vom Bund noch erarbeitet werden, plötzlich sollen diese doch schon existieren. Zunächst sagte GNS-Sprecher Köbl, der Duisburger Atommüll, der ins Zwischenlager Ahaus transportiert werden soll, müsse zur Neuverpackung auch nach Duisburg zurück, einen Tag später hieß es von Herrn Köbl, der Atommüll werde Duisburg „endlagerfähig“ verlassen. Was ist hier richtig? Wir fordern von der GNS endlich eine umfassende Aufklärung in Sachen Endlagerkriterien, Atommüll-Neuverpackung und Atommülltransporte nach Ahaus,“ so Felix Ruwe von der BI „Kein Atommüll in Ahaus“.
Was bedeuten GNS-Pläne für Atommülltransporte nach Ahaus?
Völlig ungeklärt ist zum Beispiel, wann die – von den Anti-Atomkraft-Initiativen aufgedeckte – Atommüll-Neuverpackung in Duisburg konkret beginnen soll. Unklar ist auch, ob erst danach erste Atommülltransporte von Duisburg nach Ahaus rollen sollen oder ob doch vorab Atommüll nach Ahaus kommen soll, der später in Duisburg oder Gorleben neu verpackt werden muss. „Die GNS und ihre Haupteigentümer EON und RWE dürfen sich vor der Öffentlichkeit genauso wenig verstecken wie die Landesregierung und das Bundesamt für Strahlenschutz als Aufsichtsbehörde. Die Atommüllentsorung versinkt immer mehr im Chaos und die Wahrheit kommt nur scheibchenweise ans Licht. Das ist inakzeptabel bei diesem hochbrisanten Thema,“ so Willi Hesters vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.
Die Anti-Atomkraft-Initiativen befürchten nun konkret, dass auch an anderen GNS-Atommüllstandorten eine Neuverpackung von Atommüll nötig wird. Das gilt insbesondere für die Atommüllkonditionierung am stillgelegten AKW Würgassen, für die GNS-Atommüll-Landessammelstelle im Forschungszentrum Jülich sowie für die Atommüllkonditionierungsanlage in Karlsruhe.
„Sind auch dort neue Atommüllverpackungsanlagen für schwach- und mittelradioaktiven Atommüll geplant? Wenn nein, wo soll der dortige Atommüll dann endlagerfähig verpackt werden – in Duisburg oder in Gorleben etwa? Was ist mit anderen Atomstandorten? Landes- und bundesweit drohen zahlreiche neue Atommüllanlagen sowie zahlreiche neue Atommülltransporte, weil niemand einen Plan hat, wie man Atommüll über Zehntausende von Jahren wirklich sicher lagern kann. Wie kann man da über Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke diskutieren?“ so Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.
Angaben zum Autor
presse@kein-castor-nach-ahaus.de
Das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen ist ein regionales Netzwerk von Anti-Atomkraft-Initiativen und Einzelpersonen. Beteiligt sind: BI „Kein Atommüll in Ahaus“, AKU (Arbeitskreis Umwelt) Gronau, SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster, „Sektor A“ Gescher, BI Umweltschutz Hamm, MEGA (Menschen gegen Atomanlagen) Waltrop, Telgte-Links-Ab
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