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Bioverbände unterstützen Bio-Mineralwasser

von RSS-Feed Informationsstelle Biomineralwasser (IBM)
12.08.2010 - 13:35 Uhr - Umwelt & Natur

(prcenter.de) • ein wegweisender Schritt für die verbraucherfreundliche und umweltbewusste Qualitätssicherheit von Mineralwasser

• eine konsequente Fortführung der Vorreiterposition der Öko-Landwirte, Öko-Verarbeiter und Öko-Händler

• ein starkes Signal an den Gesetzgeber auch beim Mineralwasser ökologische Standards zu implementieren

Neumarkt, 9. August 2010: Die Warengruppe Mineralwasser wird bis dato weder von den gesetzlichen Biovorschriften noch von der Richtlinienarbeit der Öko-Anbauverbände erfasst. Jetzt wurde diese Lücke im Schulterschluss mit den wichtigsten Bio-Verbänden und ihrer klaren Unterstützung des Biomineralwasser-Qualitätssiegels verantwortungsbewusst und nachhaltig geschlossen. In einer gemeinsamen Resolution haben sich Bioland, Naturland, Biokreis und AOEL für den von der Qualitätsgemeinschaft Biomineralwasser e.V. definierten ganzheitlichen Qualitätsstandard für Biomineralwasser ausge-sprochen. Dieses gemeinsame Vorgehen ist ein seltenes und damit starkes, vertrauensbildendes Zeichen an den Konsumenten und zugleich eine weitere Etappe zu einem intendierten 100%igen Bio-Angebot.

Veranlassung für die Petition ist eine Klage der Wettbewerbszentrale Bad Homburg gegen das erste zertifizierte Biomineralwasser ‚Biokristall’, die der Neumarkter Lammsbräu vom Landgericht Nürnberg im April 2010 zugestellt wurde. Die Wettbewerbszentrale verlangt, die Bezeichnung und das Qualitäts-siegel Biomineralwasser nicht mehr zu verwenden. Begründung ist im Wesentlichen, dass Mineralwasser nicht unter die EG-Bio-Verordnung falle und deshalb der Begriff „BIO“ - selbst bei entsprechender Zertifizierung nach dem Standard der Qualitätsgemeinschaft Biomineralwasser e.V. -, nicht verwendet werden dürfe. Dieses Argument stellt auch die seit vielen Jahrzehnten bestehende Biozertifizierungsarbeit der etablierten Bioverbände in Frage.

Deutlich weisen die Verbände die Klage der Wettbewerbszentrale und der hinter ihr stehenden Getränke-verbände gegen das Biomineralwasser zurück. „Der ökologische Landbau beruht auf privat-rechtlichen Initiativen. Diese Arbeit ist heute und in Zukunft die Grundlage für bedeutende Fortschritte, beispielsweise den Umweltschutz und gesellschaftliche Verbesserungen betreffend. Eine Blockade und Verbot dieser Initiativen mit der Begründung, ‚BIO’ könne es ausschließlich auf Grundlage der entsprechenden Gesetze geben, ist völlig absurd“, so Steffen Reese, Geschäftsführer des Naturland-Verbands. Die gesamten Standards der ökologischen Lebensmittel gehen auf die Initiative engagierter Landwirte, Ver-arbeiter und Händler zurück und es waren die Öko-Anbauverbände, die ab 1991 den Gesetzgeber dazu brachten, ‚BIO’ gesetzlich zu definieren. Vor diesem Hintergrund ist die Empörung groß, dass mit der Klage der Wettbewerbszentrale versucht wird, diese Entwicklung in ihr Gegenteil zu verkehren.

Die Initiative, ein Reinheitsgebot auch für Wasser aufzustellen und damit dem Konsumenten Sicherheit und Verlässlichkeit zu diesem Lebensmittel zu geben, ist einmal mehr auf das Engagement von Dr. Franz Ehrnsperger, Inhaber von Neumarkter Lammsbräu und 1. Vorsitzender der Qualitätsgemeinschaft Biomineralwasser e.V. zurückzuführen. Er war im November 2008 Mitbegründer der Qualitätsgemein-schaft in Nürnberg, die gemeinsam mit dem Zertifizierungspartner, der Nürnberger BCS Ökogarantie GmbH, im Mai 2009 das erste Biomineralwasser-Qualitätssiegel ins Leben gerufen hat. Die Diskussion über Biomineralwasser erinnert an die Debatte zum Biobier vor 25 Jahren. Damals angefeindet, ist Biobier heute anerkannt. Für eine gleiche – auch gesetzliche - Akzeptanz ist der Biopionier bereit, beim Biomineralwasser im Sinne des Verbrauchers und der Umwelt zu kämpfen.

Mineralwasser ist das einzige Lebensmittel, das amtlich anerkannt werden muss. Die gesetzlichen Vorgaben stammen aber im Wesentlichen aus dem Jahre 1980 und das geprüfte Anerkennungsverfahren erfolgt nur am Anfang der Produktion. Entsprechend kritisiert die Trinkwasserbranche fehlende gesetzliche Regelungen zur Häufigkeit und zum Umfang der Qualitätsuntersuchungen von Mineralwasser. Biomineralwasser geht in Umfang, Anspruch und Genauigkeit weit über die gesetzlichen Anforderungen hinaus und garantiert eine umfassende, regelmäßig geprüfte Topqualität. Von den 46 Kriterien für Biomineralwasser sind 21 strenger als der gesetzliche Mineralwasserstandard und zu weiteren bei Biomineralwässern erforderlichen 25 Kriterien, wie Umweltbelastung bei der Herstellung von Mineralwässern oder Grenzwerte für Radioaktivität oder Urangehalte, existieren gar keine gesetzlichen Vorschriften.

Das Qualitätssiegel Biomineralwasser bietet dem Konsumenten höchste Sicherheit
„Der von der Qualitätsgemeinschaft Biomineralwasser e.V. erarbeitete, ganzheitliche und den Grundsätzen nachhaltigen Wirtschaftens verpflichtete Standard für Biomineralwasser ist geeignet, den Kon-sumenten ein zuverlässiger Wegweiser zu höchster Wasserqualität zu sein. Biomineralwasser ist ein Produkt mit besonderer Verantwortung gegenüber Mensch und Natur“, erläutert die von den Verbänden unterzeichnete Resolution.

Weitere Informationen unter: www.bio-mineralwasser.de

Angaben zum Autor
Informationsstelle Biomineralwasser (IBM)
Corinna Schindler
das freelance team
Steinstraße 62
81667 München
Tel.: (089) 4488040
Fax (089) 48002809
E-Mail das-freelance-team@t-online.de
www.bio-mineralwasser.de

Die Qualitätsgemeinschaft Biomineralwasser (QG) wurde im November 2008 in Nürnberg und hat gemeinsam mit dem Zertifizierungspartner, der Nürnberger BCS Ökogarantie GmbH, im Mai 2009 das erste Biomineralwasser-Qualitätssiegel ins Leben gerufen. Das Qualitätssiegel, das nur jeweils für ein Jahr verliehen wird, erhalten nur Mineralbrunnen, die ein äußerst strenges Prüfungs- und Biozertifizierungsverfahren bestanden haben. Die QG will höchste Wasserqualität fördern, Sicherheit für den Verbraucher schaffen und gleichzeitig die Umwelt schützen. Mit Bestimmungen zur mikrobiologischen und chemischen Qualität, zu laufenden Produktanalysen, zur Sicherheit des Quellvorkommens, klaren Regeln zu Abfüllungsprozessen und Verpflichtungen zu ökologischem Engagement wurden eindeutige Kriterien für hochwertige, sichere Wasserqualität geschaffen. Fachleuten aus den Bereichen Mineralwasser, Biobranche und Juristerei stellen sicher, dass die Richtlinien für das Bio-Mineralwasser und das Qualitätssiegel eingehalten werden.

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