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Brennpunkt Naher Osten - Zwischen Krieg und Hoffnung


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Brennpunkt Naher Osten - Zwischen Krieg und Hoffnung

von RSS-Feed Rosa-Luxemburg-Stiftung
27.11.2008 - 16:05 Uhr - Politik & Gesellschaft

(prcenter.de) Bärbel Romanowski im Gespräch mit Ilan Mor, Gesandter, Botschaft des Staates Israel, Berlin; Holk Freytag, Intendant und Regisseur, Staatsschauspiel Dresden und Dr. André Brie, Mitglied des Europäischen Parlaments, Delegation der Linken in der Konföderalen Fraktion GUE/NGL.(GUE/NGL) im Europäischen Parlament.

„Israelis und Palästinenser müssen sich auf die richtige Tonart einigen“, sagt Daniel Barenboim, der 1999 das „East - Western Divan Orchestra“ gründete, in dem israelische und arabische Musiker gemeinsam spielen. Aus seiner Sicht ähnelt ein politischer Prozess den Vorgängen in der Musik. In beiden Fällen werde eine eigene Dynamik in Gang gesetzt. Als Modell für die Lösung des Nahost-Konfliktes könnten seiner Meinung nach die zweistimmigen Inventionen von Johann Sebastian Bach fungieren: In dieser Komposition werde jede Stimme durch die andere gesteigert und besser zur Geltung gebracht.
So außergewöhnlich dieser Zugang sein mag, so symbolisch ist er. Die Bilder des Schreckens aus dieser Region überschlagen sich. Hart erkämpfte Teilerfolge bleiben brüchig; es herrschen Bürgerkrieg und Bruderkrieg. Die Menschen sind zermürbt, und Hoffnungslosigkeit ist an der Tagesordnung. Ob der Sondergesandte des Nahost-Quartetts (USA, EU, UN und Russland) Tony Blair die angekündigten vertrauensbildenden Schritte umsetzen kann, bleibt abzuwarten. Der Erwartungsdruck im Hinblick auf Fortschritte beim wirtschaftlichen und politischen Aufbau in den Palästinensergebieten ist hoch.
Die Erwartungen an die Resultate einer Nahostkonferenz sind vielfach eher gering. Ob es eine Zweistaatenlösung – Israel und einen palästinensischen Staat – geben wird oder ob sich eine Dreistaatenlösung durchsetzt, bleibt vorerst offen. Führende EU-Politiker/innen halten die Zweistaatenlösung für den einzig denkbaren Weg, denn das ließe keinen Freiraum für Interpretationen über das Existenzrecht Israels.
Das sind die zentralen Fragen: Was bedeuten die jüdischen Siedlungen für die Lage? Wie ist der Status von Jerusalem? Wie kann das Flüchtlingsproblem gelöst werden? Wie könnten die Grenzen eines souveränen palästinensischen Staates verlaufen? Für eine anhaltende Lösung des Konflikts müssen alle relevanten Kräfte an einen Tisch. Welche Rolle kann und soll Europa in diesem Prozess spielen? Wie trägt die Zivilgesellschaft dazu bei, ein Klima von Verständigung zu fördern?

Zeit: 11.Dezember 2008, 19.30 Uhr
Ort: Großer Konferenzsaal des Informationsbüros des Europäischen Parlaments, Europäisches Haus, Unter den Linden 78 / Ecke Wilhelmstraße, 10117 Berlin
weichold@rosalux.de

Eine Veranstaltungsreihe der Rosa-Luxemburg-Stiftung und der Delegation der Linken in der Konföderalen Fraktion der Vereinten Europäischen Linken / Nordische Grüne Linke

Angaben zum Autor
Rosa-Luxemburg Stiftung
Ramona Hering
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin

Tel. 030 44310 417

Die Rosa Luxemburg Stiftung gehört zu den großen Trägern politischer Bildungsarbeit in der Bundesrepublik Deutschland. Sie versteht sich als ein Teil der geistigen Grundströmung des demokratischen Sozialismus.

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