China: Optimaler Markteinstieg im Greentech und Green Industrie-Bereich in China
von
German Global Trade Forum Berlin
15.01.2012 - 17:19 Uhr - Wirtschaft, Handel & Industrie
(prcenter.de) Berlin/Beijing, 2012 – trem – Die chinesische Regierung setzt auf „grüne Technologien“ und wie immer, wenn es im globalen Wettbewerb um neue Technologien oder Produkte geht, soll die möglichst weltweite Produktionshoheit in diesem Bereich durch strategische und nachhaltige Investitionen aber auch qualitativ hochwertige Kooperationen gewährleistet werden. 2012 ist hierfür wichtig, denn durch eine Reihe von Veranstaltungen im In- und Ausland sollen die richtigen Weichen für die Zukunft gestellt werden. Die Teilnahme an international wichtigen Messen oder aber die Veranstaltung eigener nationaler „Importmessen“ mit dem Ziel, die für die Erreichung des vorbenannten Ziels maßgeblichen Technologieträger aus dem Ausland für eine Zusammenarbeit zu gewinnen, sind die wichtigsten Aktivitäten, die teilweise im deutsch-chinesischen Verhältnis durch die maßgeblichen Fachministerien zumindest „ideell unterstützt“ werden.
Für deutsche Unternehmen, die für ihre Innovationsstärke aber stete Kapitalschwäche bekannt sind, ergeben sich aus der globalen Zielstellung Chinas erhebliche Chancen. Abgesehen davon, dass „Grüne Technologien“ als Hochtechnologien in der Regel auf vorherigen Antrag den höchsten Förderstatus mit einer Vielzahl von Fördermöglichkeiten wie Zuschüssen, Steuererleichterungen, Befreiungen von Mieten etc. erhalten können, ergeben sich allein durch die vielen Projektansätze in China, die oft auch Modellcharakter haben, erhebliche Chancen und ebenso große Risiken. Nicht selten, so der Senior Advisor im Energiebereich bei Trempel Associates Klaus Regel in Berlin, hatten es chinesische Partner bei der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung nicht so sehr auf die durchaus hochkarätige Technologie abgesehen, sondern auf die Erlangung der Fördermittel. Die standen sofort zur Verfügung und konnten sinnvoll privatisiert werden, während die Einführung der neuen Technologie ja mit Arbeit, Zeit und Geld verbunden wäre. Es kommt also auf die Wahl des richtigen Partners, die Örtlichkeit und die Chancen an, die man individuell nach allen denkbaren Szenarien entwickelt.
Ohne eine lokalen Partner, ohne eine kommunale Unterstützung des Projekt und ohne eine gute Finanzierung, die allerdings bei guten chinesischen Partnern stets gesichert ist, ist jedoch auch in China der wirtschaftliche Erfolg einer neuen Technologie keine Selbstverständlichkeit.
Ob die vielen neuen Wirtschaftsförderansätze, wie die Errichtung spezieller Hightech-Parks in den verschiedensten Regionen Chinas mit beachtlichen Sonderfördervermögen zur Entwicklung innovativer Technologien auf der Basis des Anlockens ausländischer Partner oder der Förderung der Errichtung von Gemeinschaftsunternehmen, der richtige Einstieg sind, kann nicht generell und vor allem nicht uneingeschränkt positiv festgestellt werden, wie der Markterschließungs-Guro im Hightech-Bereich Eberhard Trempel aus Anlass eines Arbitrageverfahrens in Beijing anmerkte: „Anreize sind gut und dürfen jederzeit mitgenommen werden, wenn es Sinn macht. Der Sinn eines Projekts erschließt sich aus dem Ziel, nicht aus der Verlockung. Ist also das Projekt an sich richtig und ebenso das Ziel, dann ist die Inanspruchnahme lokaler Fördermittel vor dem Hintergrund eines ausgereiften und rechtlich abgesicherten Konzepts jederzeit empfehlenswert. In einem aktuellen Streit ging es um die Frage, ob eine deutsche, nur teilweise durch Patente geschützte Verfahrenstechnologie aus Deutschland in ein Gemeinschaftsunternehmen durch Übertragung und Registrierung einzulegen oder lediglich das Recht zur Nutzung vertraglich auf die Dauer der Zusammenarbeit „übertragen“ wurde. Mit der bloßen Rechtseinräumung auf Zeit sollte der Abfluss des Know How verhindert und etwaigen Streitigkeiten nach erfolgter „Einlage der Technologie als Sacheinlage“ vorgebeugt werden. Die erwarteten Probleme tauchten kurz nach Gründung auf, so dass der deutsche Partner das Nutzungsrecht kündigte und den Partner aufforderte, die weitere Nutzung zu unterlassen.
Wirtschafts- und Wachstumsbereiche von hohem Potenzial
Die chinesische Nachfrage beschränkt sich nicht allein auf private, staatliche oder halbstaatliche Unternehmen gleich welcher Ebene. Zunehmend an einer Zusammenarbeit in aber auch außerhalb Chinas interessiert sind auch Provinzeinrichtungen, Städte oder deren kommunale Unternehmen aus den Bereichen
• Bauen, urbane Stadtentwicklung,
• Abwasser- und Wasserwirtschaft,
• Energie,
• Abfallwirtschaft.
Zunehmend überlegen chinesische Unternehmen darüber hinaus, sich an ausländischen Versorgern zu beteiligen. Chinesische Energieunternehmen, Netzbetreiber und Technologieführer im Hightech-Bereich wie Huawei sind hierfür der Nachweis.
Chancen für deutsche kommunale Einrichtungen und Versorger: Wenn man will und kann.
Kein Gespräch mit einem Entscheidungsträger auf chinesischer Kommunalebene endet ohne die Frage nach der Möglichkeit, sich an einem deutschen Versorger zu beteiligen. Erfahrungen sammeln will man und den Markt erschließen. Es muss ja keine Mehrheitsbeteiligung sein. Zwar endet das Gespräch in aller Regel nach dem Hinweis auf die in China im umgekehrten Verhältnis noch zu verzeichnenden Restriktionen. Immerhin ist aber die Basis für zukünftige Gemeinschafts-Projektansätze vorhanden, die für deutsche Kommunen neben der Aussicht auf eine mögliche Kapitalspritze aus Fernost noch aus einem anderen Grunde interessant erscheinen: Das in den kommunalen Betrieben vorhandene Betreiber-Know-how auf allen Ebenen ist bisher nicht ansatzweise für das internationale Geschäft eingesetzt worden. Hier ergeben sich schon aus Gründen der Arbeitsplatzsicherung in Deutschland Chancen, die nicht ungenutzt bleiben sollten. Nicht jede deutsche Kommune ist aber bisher Willens oder gar fähig, sich dieser Frage zu stellen. Chinesen dagegen denken insoweit praktisch. Alles, was Geld bringt und Arbeitsplätze schafft oder sichert, muss gut sein. Wenn andere Länder diese Ansätze ihren Wettbewerbern kampflos überlassen, „müssen wir uns doch keine Vorwürfe machen!“. Wir sind gerne bereit, gemeinsame Projekte zu entwickeln. Warum nicht auch in Afrika. Da hatten wir doch neulich gerade ein Problem……“
Mann oder Frau müssen also sowohl wollen als auch können, wenn es um die Dynamisierung der Zusammenarbeit zwischen Privatwirtschaft und Staat geht. Chinesen sind in diesem Bereich kreativ, offen und jedem guten Vorschlag aufgeschlossen.
Wichtige oder nützliche Greentech-Veranstaltungen in China 2012
Jeweils für eingeführte Unternehmen und Newcomer empfohlen:
„China National Import Expo, Kunshan“ (Ende März/Anfang April 2012; Unternehmerreise des German Global Trade Forum Berlin; Anfragen an: mailto:snr38@aol.com Lu Xing Fu, GGTF East China, Shanghai.
„Green Cities – Green Industries – The Zibo Conference, Shandong Province, Juni 2012“
„Green Cities – Green Industries – The Qingdao Conference, Shandong Province, Juni 2012“
„Green Cities – Green Industries – The Harbin Conference, Shandong Province, Juni 2012“
„Green Cities – Green Industries – The Chengdu Conference, Shandong Province, September 2012“
Anmeldungen und Interessebekundungen unter: berlin@germanglobaltrade.de
Unternehmerreisen: Ein „Muss“ für alte Hasen und Newcomer
Durch eine Teilnahme an einer Unternehmerreise nach China erschließen sich den teilnehmenden Unternehmen erhebliche Chancen für die eigene Vermarktung und Imagebildung. Das gilt für Newcomer ebenso wie für bereits eingeführte Unternehmen, deren Wirkungsgrad meist lokal beschränkt bleibt. Besuchstermine bei Parteisekretären aller Ebenen, bei Bürgermeistern oder Ministerien verfehlen ihre mediale Wirkung nicht. Sie sind zugleich die Chance, neue oder bereits bestehende Kontakte zu den Einrichtungen nach einem auch in China regelmäßig erfolgenden Funktions- oder Positionswechsel von Entscheidungsträgern zu pflegen und zu erhalten.
Markterschließung-Hilfe im China-Geschäft
Die Gewährleistung einer optimalen Ausgangsbasis für die an der Markterschließung in beiden Richtungen interessierten Unternehmen, Einrichtungen oder aber Behörden ist ein wesentliches Anliegen des German Global Trade Forum Berlin, das von chinesischen und deutschen Einrichtungen vornehmlich mit der Wirtschaftsförderung in beiden Richtungen durch die Schaffung von Dialogplattformen betraut wird. Städte, Ministerien und Behörden in China und Deutschland haben gleichermaßen das Interesse, ihre Unternehmen und sich selbst optimal auf den Umgang mit Unternehmen aus dem jeweils anderen Wirtschaftsraum vorzubereiten. Die Hilfestellung und Begleitung von Projekten der Privatwirtschaft liegt den potenziellen Gastgebern von Auslandsinvestitionen am Herzen. Durch die sensible und vertrauensvolle Zusammenarbeit auf allen Ebenen minimieren wir Konfliktpotenziale frühzeitig bereits an der Quelle des Geschehens.
Werbung und Darstellung
Bunte Prospekte, chinesische Visitenkarten, Webseiten in chinesischer Sprache, Messebesuche oder die Teilnahme an einem Seminar einer lokalen Wirtschaftsvereinigung mit oder ohne Zwangscharakter sind, wenn nicht bereits ein neuer chinesischer Partner verdächtigerweise vor der Tür steht, der übliche erste Schritt der Markterschließung im China-Geschäft. Nur wenige Auftraggeber solcher netten Werbetools wissen jedoch, das „Lesen“ nun nicht gerade zu den besonderen Tugenden des chinesischen Geschäftslebens gehört. „Gelesen“ wird ungern und wenn nur von sehr ausgewählten Marktteilnehmern und die zu kennen, gehört zur Kunst der Vermarktung, die freilich einfacher zu handhaben ist, je bedeutender das Produkt oder die Firma.Die Einschaltung eines externen Beraters oder Einstellung eines Landes- oder Sprachkundigen eine andere Option. Der professionelle Ansatz beginnt jedoch konzeptionell mit dem Ziel, die Ausgangsbedingungen für die Markterschließung in einer angemessenen Kosten-Nutzen-Relation zu ermitteln. Die Teilnahme an einer politisch begleiteten Delegationsreise des German Global Trade Forum Berlin ist nicht nur für Unternehmen die effektivste Option, sondern zunehmend auch für Kommunen oder deren Wirtschaftsförderunternehmen.
Presse & Medienarbeit im China-Geschäft
Die Presse & Medienarbeit in einem streng regulierten Markt ist eine Herausforderung. Die Internetseiten des Forums und seiner Träger sind in China unbeschränkt einsehbar. Presseerklärungen oder aber Firmeninformationen aus unserer Feder werden in China in den maßgeblichen Medien und Datenbanken erfasst und an die interessierten Verkehrskreise weitergegeben. Die Auslandsveranstaltungen des Forums werden gewöhnlich sowohl vom nationalen Fernsehen (CCTV), dem Provinzsender und den lokalen Sendern einschließlich der Printmedien wiederholt verbreitet. Die Eintragung der Firmenprofile von Teilnehmern von Delegationsreisen in den maßgeblichen Datenbanken chinesischer Wirtschaftsfördereinrichtungen aller staatlichen Ebenen sowie der China Chamber of International Trade oder des China Council for the Promotion of International Trade (CCPIT) ist gewährleistet.
Weitere Auskünfte
Auskünfte zum Thema, die Möglichkeiten der Teilnahme, einer Gesprächs- oder Kontaktvermittlung, Anmeldung zu einer Veranstaltung, Messe oder Unternehmerreise (Business Mission), Buchung sowie Hilfestellung in Fragen der Markterschließung China, die nicht mit den Vorbehaltsaufgaben rechts- oder steuerberatender Kanzleien wie Trempel & Associates – siehe insbesondere www.trempel.de - verbunden ist, können digital gerichtet werden an:
German Global Trade Forum Berlin
Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Department P & R
Ansprechpartner: Herr Ma Yuanjing, Rechtsanwalt (China), LLM (Berlin)
Burggrafenstr.3
10787 Berlin
Tel. 030-212486-0
Fax. 030-2185432
email: Berlin@germanglobaltrade.de
Das Forum
Das German Global Trade Forum Berlin fördert den internationalen Handel und Wirtschaftsdialog. Als offene und nicht kommerzielle Plattform dient es dem Meinungs- und Informationsaustausch zwischen Deutschland und seinen internationalen Handelspartnern aber auch gezielt der Wirtschafts-, Wissenschafts- und Kulturförderung. Administration und Verwaltung obliegt der gleichnamigen Limited mit dem Registersitz in England und der Geschäftsleitung in Berlin. Durch Kongresse, Foren, Seminare, Business Missions aber auch eine gezielte Einflussnahme auf Entscheidungsprozesse im In- und Ausland wirken das Forum und seine derzeit in über 40 Ländern ansässigen Vertreter nachhaltig und gezielt im öffentlichen und privaten Sektor. Das Forum bildet als Dienstleister die Grundlage für die Durchführung internationaler Kongresse, Symposien, Messen und Veranstaltungen im In- und Ausland.
Angaben zum Autor
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