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Delfintherapie in Delfinarien verboten

von RSS-Feed Journal Society GmbH
17.06.2008 - 16:25 Uhr - Umwelt & Natur

(prcenter.de) Auf intensive Intervention des Wal- und Delfinschutz-Forums (WDSF), dass die Delfintherapie mit diesen Wildtieren nicht durchgeführt werden darf, teilte nun das Bundesumweltministerium (BUM) und das Bundesamt für Naturschutz (BfN) auf Anfrage der Bundestagsabgeordneten Mechthild Rawert mit, dass eine kommerzielle Nutzung von Delfinen für die Delfintherapie nicht erlaubt ist.

Rawert hatte sich bereits auf der öffentlichen Kundgebung des WDSF im Mai in Berlin am Brandenburger Tor im Namen der Regierungskoalition von der Delfintherapie und dem beabsichtigten Aus- bzw. Neubau der Delfinarien in Nürnberg und auf Rügen distanziert.

Laut BMU und BfN würde eine nachträgliche kommerzielle Nutzung von zu nicht-kommerziellen Zwecken in die EU eingeführten Delfinen im Ergebnis das „Einziehen der Tiere“ und somit möglicherweise die Schließung des Delfinariums nach sich ziehen. Die Delfintherapie wird von der Bundesregierung als kommerziell eingestuft und daher auch nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst. Der Bundesfinanzhof hat die steuerliche Absetzbarkeit von Kosten für eine Delfintherapie abgelehnt.

Der WDSF-Vorsitzende Jürgen Ortmüller: „Damit ist die beabsichtigte Delfintherapie im Delfinarien Nürnberg mit den Wildtieren gestorben, zumal dort in den letzten zehn Jahren keine Nachzucht funktioniert hat. Der Neubau der sog. „Delfin-Lagune“ für 24 Mill. Euro ist damit ebenfalls in Frage gestellt. Rügen wird seine Pläne für einen großen Delfinpark mit Delfintherapie ebenfalls einmotten müssen – und die ansässige Tourismusbranche wird es wegen der befürchteten Konkurrenz danken.“

Auch auf Druck der Tierschützer und des WDSF wird der Heide-Park Soltau in diesem Jahr seine Delfin-Show schließen. „Delfine können in Gefangenschaft nicht artgerecht gehalten werden“, meint der neue Eigentümer Merlin Entertainments. Das WDSF fordert die vollständige Schließung der von ursprünglich neun in Deutschland noch verbleibenden drei Delfinarien in Nürnberg, Münster und Duisburg. Das Delfinarium im Allwetterzoo Münster steht z.Zt. intensiv in der Kritik der Wal- und Delfinschützer (s. http://www.echo-muenster.de/node/34264). --

Angaben zum Autor ( ):
Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF)
Jürgen Ortmüller
Vorsitzender
Möllerstr. 19
58119 Hagen
Tel.: 02334/9190-22
Fax: 02374/50184822
mobil: 0172/876 2002
wds-forum@t-online.de
www.wdsf.de
© Journal-Society GmbH -jsg- Presseagentur/Mediengesellschaft Amtsgericht Hagen HR-B Nr.:4037 Möllerstr. 19 58119 Hagen Tel.: 02334/9190-12 Fax: 02334/9190-19 Digitale Pressemappe: www.presseportal.de/story.htx?firmaid=43450

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