Der Ring des Nibelungen von Richard Wagner 2009 bis 2013 Enschede / NL
von
Doris Petras, Kultur und Kommunikation
23.06.2008 - 11:24 Uhr - Kunst & Kultur
(prcenter.de) Presseinformation – Enschede Juni 2008
Richard Wagner
1813-1883
Der Ring des Nibelungen
Ein Bühnenfestspiel in drei Tagen und einem Vorabend (1876)
Der Ring beginnt mit einem lang anhaltenden Akkord.
Es gibt keine Modulation, keine Veränderung.
Langsam wächst und wächst der Akkord.
Er ist der Akkord der großen Terz von Es.
Musikwissenschaftler haben kürzlich herausgefunden (ich kann ihnen nicht sagen wie…) das wir in der Tonart Es groß träumen.
Der Akkord den wir hier hören ist in der Tat das Vorspiel zu einem außergewöhnlichen, langen und tiefen Traum mit seinem ganzen Vermögen uns zu heilen und zu erleuchten.
Darum sollen wir uns diesem Werk wie einem Traum nähern und so wie in Träumen sind wir nicht an Perioden, Räumen, Zeit und Logik gebunden.
Doch soll das Werk auch keine abstrakte Welt darstellen,
sondern eine Welt die erfüllt ist von der Gemeinsamkeit der Nord-Europäischen Mythologien:
dem dunklen Wald, dem nebeligen Gebirge, dem Fluss, dem Drachen, der einsamen Hütte, der schlafenden Frau die darauf wartet wach geküsst zu werden, dem Schwert das darauf wartet durch einen Helden befreit zu werden….
So wie Wagner sich dafür entschied diese legendäre Welt als Metamorphose zu gebrauchen um so die Welt in der er lebte zu entdecken und ihr einen Sinn zu geben, so haben wir nicht das Bedürfnis um wieder nach einer neuen Metamorphose oder einem neuen Konzept zu suchen um all das zu interpretieren.
Unser Ziel ist es erneut zu entdecken und diese Geschichte im Licht eines jeden Charakters zu präsentieren: die Götter, Halbgötter, Riesen und Zwerge, die wir natürlich als allzu menschlich erkennen weil sie unvollkommen, irregeführt, irrational, hoffnungslos in all ihren unterschiedlichen Beziehungen, viel zu ambitioniert und zu gleicher Zeit völlig machtlos wann immer sie mit ihrem eigenen Los konfrontiert werden.
Es handelt sich um eine Geschichte in der nach vorn gedachte Denkbilder in Hinsicht auf `Geschmack` und `Wahrscheinlichkeit` geschunden werden, sowie das selbstverständlich und fortwährend im wahren Leben passiert (so wie in diesem großen Kunstwerk).
Helen Cooper
Das Rheingold
Enschede Muziekkwartier
Premiere
Samstag, 26. September 2009
Weitere Aufführungen am:
Dienstag, 29. September 2009
Freitag, 02. Oktober 2009
Dienstag, 06. Oktober 2009
Freitag, 09. Oktober 2009
Sonntag, 11. Oktober 2009
Musikalische Leitung: Ed Spanjaard
Regie, Bühnenbild und Kostüme: Antony McDonald
Orchester NNB
Wotan Harry Peeters
Donner: Thomas Oliemans
Froh: André Post
Loge: Erin Caves
Alberich: Nicholas Fohwell
Mime: Adrian Thompson
Freia: Machteld Baumans
Erda: Ceri Williams
Wellgunde: Marjolein Niels
Die Walküre
Enschede Muziekkwartier
Vorstellungen im September und Oktober 2010
Siegmund: Michael Weinius
Hunding: Gregory Frank
Wotan: Harry Peeters
Sieglinde: Kelly God
Brünhilde: Judith Nemeth
Gerhilde: Machteld Baumans
Ortlinde: Claudia Patacca
Siegrune: Marjolein Niels
Rossweisse: Annelies Lamm
Siegfried
Enschede Muziekkwartier
Vorstellungen im September und Oktober 2011
Mime: Adrian Thompson
Der Wanderer: Harry Peeters
Alberich: Nicholas Folwell
Erda: Ceri Williams
Brünhilde: Judith Nemeth
Götterdämmerung
Enschede Muziekkwartier
Vorstellungen im September und Oktober 2012
Gunther: Thomas Oliemans
Brünhilde: Judith Nemeth
Erste Norne: Ceri Williams
Zweite Norne: Annelies Lamm
Wellgunde: Marjolein Niels
Der Ring des Nibelungen
Enschede Muziekkwartier
Vorstellungen des kompletten Zyklus im September und Oktober 2013 unter der musikalischen Leitung von Ed Spanjaard
Musikalische Leitung
Ed Spanjaard studierte Direktion und Piano an den Konservatorien von Amsterdam und London. Er ist ein vielseitiger Dirigent dessen Heimat sowohl das Konzertrepertoire umfasst, als auch die Oper. Er steht regelmäßig vor den wichtigsten Niederländischen Orchestern wie beispielsweise dem Königlichen Concertgebouw Orkest, dem Rotterdams Philharmonisch Orkest, dem Residentie Orkest und dem Niederländischen Radioorchester. Ebenfalls dirigierte er diverse ausländische Orchester unter anderen: die Münchener Philharmoniker, die Staatskapelle Weimar, das Dänische Nationale Symphonieorchester, das Ensemble Modern und das Klangforum Wien. In der kommenden Saison ist er Gast bei dem Orchestre National de Belgique. Seit 2001 ist Ed Spanjaard als Chefdirigent mit dem Limburgs Symfonie Orkest verbunden. Zu Beginn der Saison 2005 unterzeichnete Ed Spanjaard für unbestimmte Zeit die Chefdirigentschaft. Im Sommer 2005 traten sie im Concertgebouw zu Amsterdam mit La Vida Breve von De Falla auf. Gemeinsam mit dem Niederländischen Kammerchor produzierten sie eine CD auf der Fauré`s Reqiuem zu finden ist. Im Frühjahr 2006 erschien eine CD mit Wagners Wesendonck Liedern und orchestralen Teilen aus dessen Opern mit Charlotte Margiono. Ed Spanjaard erhielt zwei Auszeichnungen für die CD-Aufnahmen mit Werken von Rudolf Escher und Ton de Leeuw. 2005 tourte er mit dem Chor sehr erfolgreich durch die Vereinigten Staaten von Amerika. Auch das neue Ensemble, berühmt für seine vielen Weltpremieren, versteht sich all die Jahre als Vorreiter der zeitgenössischen Musikensembles unter Ed Spanjaards fester Leitung. Mit diesem Ensemble gab er Konzerte unter anderen in Paris, Edinburgh, Berlin und präsentierte seine Premieren der Chinesischen Kammeropern Wolf Club Village und Night Banquet von Guo Wenjing. The Death of Qu Xiaosong, Der Kaiser von Atlantis von Victor Ullmann (1995), Eine Seele aus Holz von Robert Heppener (Holland Festival, 1998) und Alfred Alfred von Franco Donatoni (Nationale Reisopera). Unter seiner Leitung wurden auch viele weitere Premieren aufgeführt unter anderen mit dem Ensemble Intercontemporain Paris, dem Klangforum Wien und dem Ensemble Modern aus Deutschland.
Kürzlich wurde der Film Eclat von Frank Scheffler über Boulez auf DVD herausgebracht. In dem Film nehmen das Neue Ensemble und Ed Spanjaard eine wichtige Rolle ein.
Ed Spanjaard dirigierte mehr als vierzig Opern. Es war zu Gast bei Gesellschaften wie De Nederlandse Opera, Opera Zuid, De Nationale Reisopera, Opera National de Lyon, Vancouver Opera, Frankfurter Oper und die Opera in Ahoy. Bei der Opera Zuid dirigierte er 2003 Janaĉeks Jenůfa und kürzlich Puccini´s Il Trittico. Im Februar / März 2004 dirigierte er eine erfolgreiche Pelléas et Mëlisande von Debussy bei der Opera National de Lyon unter der Regie des namhaften Peter Stein. Im Sommer 2007 dirigierte er The Poet Li Bai von Guo Wenjing (Welturaufführung) in Amerika. Ed Spanjaard war schon früher bei der Nationalen Reisopera zu Gast und dirigierte Gounods Faust, Don Carlo, Peter Grimes, Donatoni´s Alfred Alfred, Der Freischütz, Pelléas et Mélisande, Tourandot und Snow White.
Regie, Bühnenbild und Kostüme
Antony McDonald erteilte Unterricht in Gestaltung an der Theaterschule Motley Design in London und Regieunterricht in Manchester. 2004 wurde er durch die Royal Society of Arts zum Royal Designer for Industry auserwählt. International arbeitet er als Regisseur und Designer für diverse Opern-, Ballet- und Theaterproduktionen. 2003 gehörte er zu dem Team das während der Quadriënale in Praag die Golden Triga für ihre Produktion Un ballo in maschera (Bregenzer Festspiele) und 1991 für Hamlet (Royal Shakespeare Theater), gewann. Produktionen für die Scottish Opera bei denen er Regie führte und das Design entwarf sind unter anderen: Aida, Samson und Delilah von Saint Saëns, Broken Strings und Snatched by the Gods von Param Vir, The Knot Garden von Tippet und Die Sache Makropolus von Janáĉek. Bei der Grange Park Opera war er Regisseur und Designer für Bernsteins Wonderfull Town. Bei der Nederlandse Opera war er zu Gast und entwarf das Bühnenbild und die Kostüme von Janáĉeks Das listige Füchslein und Jenůfa (Richard Jones), Berlioz´s Bėatrice et Bėnėdict (Tim Albery) und 2008 ist er zu Gast bei Un ballo in maschera (Richard Jones). Für das Royal Opera House Covent Garden entwarf er eine sehr neue Form von Jevgeni Onjegin, eine Koproduktion mit der Nationale Opera von Finnland in der Regie von Stephen Pimkott, Nabucco und Massenets Cherubin. Antony McDonald führte Co-Regie und entwarf gemeinsam mit Richard Jones La Bohėme und Un ballo in maschera (Opernwelt Best Design Award) für die Bregenzer Festspiele und Giulietta van Martin für die L`Opera de Paris. Schon zuvor waren sie bei der Pariser Oper zu Gast und inszenierten Der Zwerg von Zemlinski und L`enfant et les sortilėges von Ravel. Ballettproduktionen bei denen Antony McDonald die Gestaltung übernahm waren Cinderella und Der Nussknacker in der Choreografie von Ashley Page. Ebenfalls arbeiteten sie für das Scottish Ballet für die Inszenierung von Hidden Variables. Für die Rambert Company entwarf er die Tragedy of Fashion in einer Choreografie von Ian Spink. Erst kürzlich was er zu Gast bei der Wiener Staatsoper und entwarf das Design von Manon Lescaut (Robert Carsen); für die Metroplitan Opera Die lustige Witwe und A Midsummer Night`s Dream und für die Opera North One Touch of Venus (Tim Albery). Antony McDonald entwarf für die Nationale Reisopera Tippetts King Priam und Manon von Massenet. Ebenfalls führte er bei beiden Inszenierungen die Regie.
Helen Cooper wurde in Den Haag geboren und studierte zunächst Kunstgeschichte und Archäologie an der Rijksuniversiteit Leiden um danach ihr Studium an der Webber Douglas Academy of Dramatic Art`s in London fortzusetzen.
Als Schauspielerin war sie in zeitgenössischen Dramen wie Secret Garden, Still Crazy After All These Years und The Warp, eine 24 Stunden Kult Show von Ken Campell, aber auch in Werken von Shakespeare zu sehen. Sie interpretierte die Olivia in Twelfth Night, Hermione in The Winter`s Tale und die Celia in As you like it. Ebenfalls spielte sie die Yelena in Onkel Wanja. Dabei arbeitete sie mit Schauspielern wie Jim Broadbent, Fiona Shaw und Designer und Regisseuren wie Antony McDonlad, Tim Albery, Steven Pimlott und Tom Cairns.
Helen Cooper arbeitet ebenfalls als Autorin von Theaterstücken und schrieb unter anderen Mrs. Gaugain für das Almeida Theatre welches auch in Amsterdam in der Regie von Mette Bouhhuys zu sehen war. Mrs. Vershinin wurde in London, Glasgow und Hamburg aufgeführt. Beide Stücke waren für den Susan Smith Blackburn Award nominiert. Die Premiere von The House of Ruby Moon war ebenfalls in London zu sehen. Ihr jüngstes Drama ist Three Woman and a Piano Turner bei dem Sam West Regie führte. Das Stück war 2004 und 2005 in Chichester und London zu sehen.
Helen Cooper ist zurzeit mit der Royal Shakespeare Company verbunden und ihr Radiodrama Mothers at the Gate wird von dem National Theatre Studio produziert. Mrs. Vershinen und Hedda Gabler werden von BBC Radio 3 beziehungsweise BBC Radio 4 gesendet. Auch als Übersetzerin ist Helen Cooper aktiv. Sie übersetzte Strindbergs Fröken Julie für das Greenwich Theater und Hedda Gabler von Ibsen für das Chichester Festival. Ihr erster Kurzfilm Station (Regie von Jackie Oudney) gewann in Paris einen Cinerail de Bronze. Sie erhielt weitere Preise für ihre Kurzfilme während der Festivals von Manchester und Croydon und wurde im Rahmen des BAFTA Scotland`s New Talent Award 2000 nominiert.
Helen Cooper übersetzte das Libretto von Tom Cairn`s Produktion Don Giovanni für die Scottish Opera und war als Dramaturgin für die Produktion La Bohéme an der Staatsoper Stuttgart tätig. Sie schrieb das Script von This Is The Picture für die Aleta Collins Dance Company in dem ebenfalls Tom Cairns die Regie führte. Kürzlich führte sie ein Libretto für den Komponist Mark Bowden durch. Das Libretto basierte auf den Mabinogion-Mythen aus Wales. Helen Cooper ist zum ersten Mal Gast der Nationalen Reisopera Enschede.
Bei Rückfragen stehen wir ihnen selbstverständlich gern zur Verfügung:
Kontakt Deutschland
Doris Petras
Tel. 0049 (0) 2594 – 78 25 717
Email: doris.petras@t-online.de
Kontakt Niederlande
Ben Coelamn
Tel. 0031 (0) 53 – 487 85 33
Email: b.coelman@planet.nl
Siehe auch
www.reisopera.nl
Angaben zum Autor
Doris Petras
Kultur und Kommunikation
Willi-Ricker-Weg 7
48249 Dülmen
02594 - 78 25 717
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