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Ein Oscar für japanisches Delfinschlachten? Nominiert: "Die Bucht"

von RSS-Feed Journal Society GmbH
05.03.2010 - 20:40 Uhr - Freizeit, Unterhaltung

(prcenter.de) (Beverly Hills/Hagen-Westf. - 06.03.2010) In über 200 Ländern fiebern am Sonntagabend mehr als 1 Milliarde Menschen an den TV-Bildschirmen zusammen mit den Nominierten um die begehrte Oscar-Vergabe. Aber nicht nur Sandra Bullock (The Blind Side), James Cameron (Avatar), George Clooney (Up in the Air), Meryl Streep (Julie&Julia) oder Penélope Cruz mit “Nine” werden an diesem Abend in Beverly Hills auf eine Auszeichnung hoffen. In der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“ wurde „Die Bucht (The Cove)“ mit Ex-TV-Flippertrainer Ric O’Barry und Regisseur Louie Psihoyos nominiert.

In den 6o’ern trainierte Ric O’Barry „Flipper“ und konvertierte nach Abschluss der Serie zum weltbekanntesten Delfinschützer nachdem Filmdelfin „Cathy“ in seinen Armen gestorben war und O’Barry erkannte, dass er sich an der Verniedlichung der sensiblen Meeressäuger beteiligt hatte. In der Folge der Serie entstanden weltweit hunderte von Delfinarien die Millionen von Besuchern anzogen. Der Mythos „Flipper“ hält bis heute an.

Wenig bekannt ist, unter welch grausamen Umständen der Delfin-Nachschub für die Shows und Zoos gefangen wird. Louie Psihoyos, Regisseur des Films „Die Bucht“ war schockiert, als Ric O’Barry ihm nach einem Kongress Bilder über Delfin-Massaker in Japan zeigte und er beschloss darüber eine Dokumentation zu machen. Mehr als 20.000 Delfine werden in den japanischen Küstenregionen jedes Jahr abgeschlachtet, weil die Delfin-Industrie über 150.000 US-Dollar für einen schönen und starken Show-Delfin zahlt. Das Abschlachten der übrigen „Fischfresser“, wie die japanischen Fischer die Delfine bezeichnen, würde sich nicht mehr lohnen, wenn es keine Delfinarien mehr gäbe – und genau das wollen O‘Barry und Psihoyos mit „Die Bucht“ erreichen.

Der Regisseur präsentiert mit versteckt erstellten und fesselnden Filmaufnahmen in dem kleinen japanischen Fischerort Taiji zusammen mit O’Barry eine Dokumentation des Grauens. Von den japanischen Fischern und der örtlichen Polizei gejagt und immer wieder vertrieben realisierten sie einen Öko-Thriller der mit „Ocean's Eleven“ verglichen wird und der bereits weltweit mehr als vierzig Filmpreise erzielte. Das Kinopublikum – geschockt, berührt und wütend.

Hinter großen blickdichten Plastikplanen zum Schutz vor jedem unerwünschten Einblick findet in Taiji das weltweit größte Gemetzel an gejagten Delfinen statt. Geräuschvoll mit Metallstangen von über 20 Fischerbooten in die Enge getrieben, gibt es kein Entkommen für die Meeressäuger vor den Lanzen und Messern der Delfinmörder.

Währenddessen warten im angrenzenden Walmuseum die Manager der Delfin-Industrie auf den Bestand der sorgfältig ausgesuchten Show-Delfine, die den Rest ihres glücklosen Lebens in Delfinarien verbringen werden. Ric O’Barry und seine engagierten Helfer brauchten in dem Film nicht schauspielern – sie dokumentieren unter Einsatz ihres Lebens und ihrer Gesundheit einen eindrucksvollen Kino-Schocker, der nun vielleicht in Hollywood durch einen Oscar weltweit und speziell in Japan zu einem Umdenken führen könnte.

Seit Jahren engagiert sich Ric O‘Barry auch in Deutschland zusammen mit den Organisationen „Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF)“ mit Gründer Jürgen Ortmüller und Andreas Morlok von „ProWal“ gegen die Delfinhaltung in den Zoo-Delfinarien in Münster, Duisburg und Nürnberg.

Die Organisationen hoffen, dass nach dem Film niemand mehr Eintrittskarten für Delfinarien kauft und Zoo-Direktoren, aber auch deutsche Reiseveranstalter, die Delfintouren im Ausland im Programm haben, zur Einsicht kommen und die Delfinarien nicht mehr anzubieten. Die vorhandenen Delfine sollen, soweit sie nicht ausgewildert werden können, in offene betreute Lagunen nach Israel oder Florida transferiert werden (s.a. http://www.wdsf.eu/die-bucht-the-cove).

Im Film beschränkte man sich auf nur wenige blutrünstige Szenen, um auch Schulkindern die Dokumentation zeigen zu können, die Schulen nun als DVD auf ausdrücklichen Wunsch des Ex-Flipper-Trainers über das WDSF/ProWal kostenlos als Leihgabe angeboten wird. O’Barry sprach bei der Filmpremiere in Hamburg von einer „Disney-Version über den Delfinfang“.--

Angaben zum Autor
Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF)*
gemeinnützige Meeressäuger-Umweltgesellschaft
gUG (haftungsbeschränkt)
*Geschäftsführer Jürgen Ortmüller
Möllerstr. 19
58119 Hagen
Tel.: 02334/919022
mobil: 01512 4030 952
www.wdsf.de
E-Mail: wds-forum@t-online.de
WDSF in Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Wal-_und_Delfinschutz-Forum_-_WDSF

Journal-Society GmbH -jsg- Presseagentur/Mediengesellschaft Amtsgericht Hagen HR-B Nr.:4037 Möllerstr. 19 58119 Hagen Tel.: 02334/9190-12 Fax: 02334/9190-19 Digitale Pressemappe: www.presseportal.de/story.htx?firmaid=43450 Die Journal Society GmbH (jsg) wurde Anfang 2000 gegründet, um ein kritisches Umweltmagazin herauszugeben. Darüber hinaus erstellt die Journal Society GmbH Film- und Fotoaufnahmen mit Berichterstattung und stellt diese den Medien zur Verfügung (so z.B. Färöer-Walfang -ARD/Sat1/WDR/HR) und berichtet über die jährlichen Kongresse der Internationalen Walfang Kommission (IWC). Insbesondere befasst sich die jsg mit Themen des Wal- und Delfinschutzes und maritimer Säugetiere.

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