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Eisbären Nürnberg: Bossi begründet Strafanzeige des WDSF gegen Nürnberger Zoo

Pressemitteilung von RSS-Feed Journal Society GmbH
14.01.2008 - 15:02 Uhr - Politik & Gesellschaft

(prcenter.de) Das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) nimmt zu der heute von Rechtsanwalt Rolf Bossi begründeten Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Nürnberg Stellung:

"Es entspricht nicht den "artgerechten" Haltungsbedingungen in einem Zoo, wenn, wie von Tiergarten-Direktor Dag Encke bereits vor dem "Eisbären-Drama" geäußert, ein Zoo es zulässt und einplant, dass die Nachzucht von der Mutter aufgefressen wird. Hier liegen schwere Versäumnisse vor, die durch die "Rettung" des dritten Eisbären-Babys nunmehr kaschiert werden sollen.

Eine rechtzeitige Video-Überwachung hätte zumindest den Tod eines der beiden gefressenen Eisbären verhindern können, wie es auch der verantwortliche 2. Bürgermeister Förther geäußert hat, als es bereits zu spät war.

Solche Versäumnisse, durch die einem Tier unabwendbares Leid zugefügt wird (§ 2 des Tierschutzgesetzes), werden durch das Tierschutzgesetz geahndet und können mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder zumindest mit einer Geldstrafe belegt werden. Außerdem ist es nach § 3 des Tierschutzgesetzes verboten, Tiere für "Filmaufnahmen" o.ä. "zur Schau zu stellen", wenn diesen Tieren dadurch Leid zugefügt wird.

Die erheblichen Verhaltensstörungen des Eisbären Knut in Berlin zeugen davon, dass auch dort nicht dem gesetzlichen (!) Bildungsauftrag (festgelegt auch in den Europäischen Zoo-Richtlinien) entsprochen wurde, sondern eine "Zurschaustellung" sondergleichen stattgefunden hat, die dem Eisbären sicherlich Leid zugefügt hat, wie die Verhaltensstörungen beweisen. Einen Eisbären in freier Wildbahn zu beobachten bzw. zu filmen ist bereits dort schon ein äußerst schwieriges Unterfangen, wie Tierfilmer zu berichten wissen, weil diese Tiere in freier Wildbahn außerordentlich scheu sind und einen ausgeprägten Geruchssinn haben. Eine Fangbeute können Eisbären auf einen Kilometer Entfernung durch ihren Geruchssinn orten.

Die EU-Zoorichtlinien sehen auch die erforderliche Möglichkeit einer evtl. Auswilderung vor. Dies ist durch eine Handaufzucht nur noch eingeschränkt möglich und durch die Art und Weise der Zuschau-Stellung unmöglich.

Diese Fehler sollen in Nürnberg durch die Strafanzeige vermieden werden. Da die Eisbären-Nachzucht offenbar, ebenso wie die Delfin-Nachzucht, ein unvermeidbares Risiko darstellt, sollte die Haltung maritimer Säugetiere ( hier Delfine und Eisbären) in Zoos grundsätzlich untersagt werden.

Es gibt durchaus (heimische) Tiere, die sich für eine Zoo-Haltung eignen und deren weitgehend artgerechte Haltung dem von der Bundesregierung vorgeschriebenem Bildungsauftrag gerecht werden.

Es entspricht keineswegs einer "artgerechten Haltung" (dieser Begriff ist nicht gesetzlich fundamentiert), wenn Tiere, die wie die Eisbären ausschließlich in der Arktis existieren, in Klimazonen gehalten werden, die ihnen und ihrer Art völlig fremd sind. Auch Delfine sind in einem Betonbecken nicht "artgerecht" gehalten.
Wir müssen uns alle vergegenwärtigen, dass ein Zoo kein Zirkus ist und dass es, ebenso wie im Berliner Zoo, im Nürnberger Tiergarten nun ausschließlich um Profit geht. Davon zeugen die täglichen Presse-Informationen der Stadt Nürnberg und der weltweite forcierte Medienrummel. Die Absicht und Ankündigung des Tiergartens Nürnberg, das überlebende Eisbären-Baby voraussichtlich zu den Osterferien einer großen Öffentlichkeit zu präsentieren, ist ein weitere Beleg für die Haltung der Tiergarten-Leitung. Anstatt das Eisbären-Baby in seiner Aufzucht zu schützen, soll es zur Schau gestellt werden.

Leben ist zu schützen und zu pflegen - dies sind ethische und moralische Grundsätze. Bereits bei der bewussten Planung einer Nachzucht, wie bei den Eisbären und Delfinen in Nürnberg, muss berücksichtigt werden, ob sich diese Nachzucht für die Zoo-Haltung eignet und ob Komplikationen nicht durch einen Verzicht vermeidbar sind.

Wenn Leiden dieser Nachzucht durch Erfahrungswerte voraussehbar sind, schützt nur noch das Gesetz vor unerlaubten Handlungen eines Zoos, der den Profit vor den Tierschutz stellen", so der WDSF-Vorsitzende Jürgen Ortmüller

Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Autor verantwortlich.

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Angaben zum Autor
Jürgen Ortmüller
WDSF-Vorsitzender
mobil: 0172/876 2002
www.wdsf.de

Journal-Society GmbH Presseagentur und Mediengesellschaft im Auftrag des Wal- und Delfinschutz-Forum Möllerstr.19 58119 Hagen Tel.:02334/9190-12 Fax: 02334/9190-19 www.wdsf.de

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