Elbe Day 2010: Historische Patrouille auf Tour
von
Stadt Torgau an der Elbe
20.04.2010 - 22:33 Uhr - Freizeit, Unterhaltung
(prcenter.de) Ein erster Höhepunkt der Feierlichkeiten zum Elbe Day 2010 wird die historische Militärpatrouille sein. Der Tross startet am Freitag, 23. April 2010, um 10.00 Uhr auf dem Torgauer Marktplatz. Über Schildau geht es nach Wurzen, wo die Patrouille gegen 10.45 Uhr auf dem Markt einen ersten Halt machen wird. Gegen 12.30 Uhr werden die betagten, originalgetreuen Fahrzeuge auf dem Augustusplatz in Leipzig erwartet. Auch dort werden die historisch Uniformierten für die Veranstaltungen anlässlich des Elbe Days in Torgau werben und Handzettel verteilen. Nach einem letzten Halt in Bad Düben wird die nachgestellte „Robertson-Patrouille“ zwischen 16.00 und 17.00 Uhr auf dem Marktplatz der Elbestadt zurückerwartet.
Mit der Patrouille erinnern die Veranstalter an die Ereignisse des 25. April 1945. Damals verließ ein Aufklärungstrupp, geführt von Unterleutnant William D. Robertson, die Stadt Wurzen mit dem Ziel, das Gelände bis zur Elbe zu erkunden. Nach Berichten von britischen Kriegsgefangenen, dass sich in Torgau gefangene und verwundete amerikanische Soldaten befänden, überschritt die Patrouille auf eigene Faust den damals vorgegebenen Bereich von fünf Meilen. Gegen 16.00 Uhr kam es schließlich zur Begegnung mit sowjetischen Rotarmisten auf der noch am frühen Morgen von den deutschen Truppen gesprengten Torgauer Elbbrücke.
Historikverein bringt originale Technik auf die Straße
Bereits seit Monaten arbeiten Thomas Stöber, Chefredakteur der Torgauer Zeitung, und Rüdiger Schwark, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Militärhistorik Zeithain e.V., als Koordinatoren dieser Veranstaltung. Zahlreiche Besitzer von Militär-Oldtimern, von Zeithain über Grimma und Plauen bis Kiel, haben ihr Kommen zugesagt. So dürfen sich die Zuschauer auf 15 bis 20 Geländewagen, Motorradgespanne und Lastkraftwagen freuen. Bis in die Jahre um 1943 gehen die Herstellungsdaten der detailgetreu restaurierten Fahrzeuge zurück. „Da ich mit dem Alter etwas empfindlich gegen Zugluft geworden bin, komme ich mit einem geschlossenen Dodge WC 54.“, berichtet Rüdiger Schwark schmunzelnd. Derartige Einsätze verlangen von den Teilnehmern Einiges an Enthusiasmus. Nicht nur Wind und Wetter oder plötzliche Ausfälle der betagten Technik können zu Herausforderungen werden. Auch der Durst der damals eingesetzten Motoren ist beachtlich. Zwischen 15 und 30 Litern Benzin auf 100 Kilometer saugen sich die Jeeps, Dodge, GMC und GAS durch die Vergaser.
Klassiker von Dodge, GMC, Willys bis GAS
Der russische GAS 67 und der amerikanische Willys Jeep gehören zu den bekanntesten Modellen der Fahrzeugpatrouille. Auf der Basis eines Abkommens zwischen dem Obersten Wirtschaftssowjet und dem Autobauer Ford von 1929 entstand im damaligen Gorki die größte Autofabrik der russischen Sowjetrepublik. Die Allradler der russischen GAS (Gorkowski Awtomobilny Sawod) werden von 3,3 Liter Dieselmotoren angetrieben, die knapp 40 PS leisten. Die Firma Willys-Overland konnte sich 1940 bei einer Ausschreibung des US-Verteidigungsministeriums durchsetzen. Das war der Beginn des Siegeszuges eines 4x4-Geländewagens, der eine Vierteltonne Zuladung bewegen konnte und neben den Serienbezeichnungen Willys MA und Willys MB den Beinamen „Jeep“ erhielt. In Zusammenarbeit mit den Ford-Werken, die bereits die Fließbandfertigung einführt hatten, wurden bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs mehr als ein halbe Million Jeeps hergestellt. Der „Go Devil“ genannte Reihenvierzylinder des Willys Jeeps holt etwa 60 PS aus 2,2 Litern Hubraum, was für eine Höchstgeschwindigkeit von 100 Kilometer pro Stunde reicht. Neben dem russischen ZIS Ural wird das amerikanische „Armee-Arbeitspferd Jimmy“ der Firma GMC die Hubraum- und Leistungspalette nach oben abrunden. Wenn die dicken Sechszylinder durchatmen und sich dabei einen halben Liter Sprit pro Kilometer genehmigen, entspricht das nicht mehr ganz den heutigen „Trinksitten“, wird aber ein Genuss für Technik- und Geschichts-Freunde. Alle Details zum Festprogramm gibt es unter www.elbeday.de. Das Torgau-Informations-Center erreicht man unter 03421 70 140.
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Fotomaterial unter: http://www.liebmann-pr.de/referenzen/media_elbeday/mediadownloads.htm
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Torgau – Stadt der Renaissance und Reformation
Torgau an der Elbe zählt mit zu den schönsten Renaissancestädten Deutschlands. Für geschichts- und architekturinteressierte Besucher wird der Aufenthalt in der Stadt zum Erlebnis. Hier stehen das bedeutendste noch erhaltene deutsche Schloss der Frührenaissance, Schloss Hartenfels, sowie über 500 umfangreich sanierte Einzeldenkmale. Besucher kommen in den Genuss von prachtvollen Bürgerhäusern mit oftmals wunderschönen, gut erhaltenen Deckenmalereien.
Die Stadt ist auch die bedeutsamste Reformationsstätte im Freistaat Sachsen. Hier entstand mit der Schlosskapelle der erste protestantische Kirchenneubau nach den Ideen von Martin Luther. Er persönlich weihte das Gotteshaus 1544 ein. Luthers Frau, Katharina von Bora, starb in Torgau und liegt in der Marienkirche begraben.
In Vorbereitung auf das Jubiläum „500 Jahre Reformation“ im Jahr 2017 macht die Stadt in der „Lutherdekade“ durch verschiedene Veranstaltungen überregional auf sich aufmerksam. Im Rahmen der weltweiten Feierlichkeiten zu diesem wichtigen Jubiläum findet ab dem Jahr 2010 das Stadtfest der "KATHARINA – TAG“ jährlich wiederkehrend statt. Der KATHARINA-TAG betont die Bedeutung der Reformation und ist im Besonderen den aufgeklärten Frauen, allen voran Katharina von Bora, gewidmet. Torgau bietet viele Gründe, um vor Ort den Spuren Martin Luthers zu folgen. www.tic-torgau.de www.luther2017.de
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