Flocke-Strafanzeige von Rolf Bossi für WDSF in der nächsten Instanz - Flocke zeitlebens ohne Sex
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Journal Society GmbH
07.04.2008 - 15:03 Uhr - Politik & Gesellschaft
(prcenter.de) (Hagen) Staranwalt Rolf Bossi hatte nach den dramatischen Eisbären-Ereignissen im Nürnberger Tiergarten im Auftrag des Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) gegen die Tiergartenverantwortlichen Strafanzeige gestellt. Die Eisbärenmutter Vilma hatte ihre beiden Babys aufgefressen und der Eisbärenmutter Vera hatte die Tiergartenleitung das Eisbärenbaby (Flocke) vorsorglich zur Handaufzucht weggenommen.
Gegen die Verfügung der Staatsanwaltschaft Nürnberg die „Sache an die Stadt Nürnberg als Verwaltungsbehörde zur Verfolgung als Ordnungswidrigkeit abzugeben“ legte Bossi Beschwerde ein, zumal die Zoo-Leitung unmittelbar vor den Ereignissen betont hatte, dass sie die Eisbären-Babys lieber sterben lassen wolle, als den Medienrummel in Berlin zu wiederholen.
Das WDSF begründete die bis heute nicht entschiedene Strafanzeige gegen die Flocke-Verantwortlichen mit den gravierenden Haltungsmängeln. Vorsitzender Jürgen Ortmüller: „Nicht nur das Überleben eines Zoo-Tieres muss gesichert werden, sondern auch seine artgerechte Aufzucht, sonst ist der gesetzliche Bildungsauftrag des Zoos nicht erfüllt. Wenn dabei Verhaltensstörungen wie bei Knut in Kauf genommen werden und ein leidender Psychopath herangezüchtet wird, ist das eine Straftat im Sinne des Tierschutzgesetzes. Es ist ein Schildbürgerstreich, dass die Staatsanwaltschaft und auch die Regierung von Mittelfranken die Bearbeitung der Strafanzeigen an die Stadt Nürnberg, die selbst Träger des Zoos und mittelbar Beschuldigte ist, abgegeben hat, da sie für den Vollzug des Tierschutzgesetzes zuständig sei.“
Die Entscheidung über eine Dienstaufsichtsbeschwerde des WDSF gegen die Verzögerungstaktik der Stadt Nürnberg hat der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags von der Entscheidung der Regierung von Mittelfranken abhängig gemacht.
„Eisbären-Welpen verlassen frühestens nach vier Monaten mit der Eisbärenmutter ihre Geburtshöhle und gehen erst nach zwei Jahren ihren eigenen Weg. Die Massen-Präsentation von Flocke hat mit dem Bildungsauftrag des Zoos über natürliche Verhaltensweisen nichts mehr zu tun. Hier geht’s um möglichst viel Geld. Flocke wird zeitlebens keinen Sex haben. Autoagressives, antisoziales und autistisches Verhalten werden Flockes Lebens prägen“, so das WDSF.
Angaben zum Autor (
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Jürgen Ortmüller
Vorsitzender
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