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Im Feinstaub liegt der feine Unterschied

von RSS-Feed Institut für Baubiologie und Ökologie Neubeuern (IBN)
26.09.2008 - 11:52 Uhr - Umwelt & Natur

(prcenter.de) EIN PLÄDOYER FÜR DIE HOLZFEUERUNG

Holzfeuerungsanlagen produzieren Feinstaub. Das Umweltbundesamt sieht dies zunehmend kritisch. Das IBN, das Institut für Baubiologie und Ökologie in Neubeuern, warnt aber vor einer Pauschalisierung dieser Aussage. Denn: Feinstaub ist nicht gleich Feinstaub. Und das Heizen mit Holz ist nach wie vor ökologischer als das Heizen mit Öl oder Erdgas.
Bei sachgemäßer Verwendung des Brennmaterials Holz entstehe mehr Feinstaub als bei Öl- und Erdgasheizungen, lautet die Argumentation des Umwelt-Bundesamtes. Außerdem enthalte der Feinstaub aus Holzfeuerungsanlagen einen besonders hohen Anteil an feinen, lungengängigen Partikeln. Das stimmt auch soweit. Allerdings:
Die schweizerische Umweltbehörden und das IBN weisen darauf hin, dass es nicht nur auf die Größe der Feinstaubpartikel, sondern auch auf deren chemische Zusammensetzung ankommt. So besteht der Feinstaub aus dem Holzfeuer z.B. zu einem hohen Anteil aus wasserlöslichen Salzen. Diese sind zwar auch lungengängig, aber weniger Krebs auslösend als etwa Dieselruß.
Helmut Popper, österreichischer Professor für Pathologie, gibt zu bedenken, dass die Menschheit sich seit einer halben Million Jahren an den Rauch aus Feuerstellen angepasst hat „und zwar an ein Vielfaches dessen, was uns heute von einer modernen Holzfeuerungsanlage zugemutet wird“, so Popper. Dagegen atmet der Mensch den Feinstaub aus Verkehr und der Verwendung fossiler Brennstoffe erst seit einer sehr kurzen Zeitspanne ein. Eine Anpassung fand hier noch nicht statt.
Deshalb warnt der IBN vor einer Novellierung der Feinstaub-Verordnung. Sie könnte sich - wie bei der Regelung zur Beimischung von Biokraftstoff - als ökologischer Bumerang erweisen.

Mehr Informationen zum Feinstaub finden sich in der Zeitschrift „Wohnung + Gesundheit“, Heft 128 und im Internet unter www.baubiologie.de

Angaben zum Autor
Institut für Baubiologie + Oekologie Neubeuern (IBN)
Holzham 25
D-83115 Neubeuern
Tel.: +49 (0) 8035 2039
Fax: +49 (0) 8035 8164
Website: www.baubiologie.de
E-Mail: institut@baubiologie.de

Über das Institut Das IBN wurde 1983 gegründet. Vorläufer des Instituts waren die Arbeitsgruppe Gesundes Bauen + Wohnen (seit 1969) und das ehemalige "Institut für Baubiologie" (seit 1976). Gründer und Leiter dieser Institutionen war bzw. ist Prof. Dr. Anton Schneider. Im Vordergrund der Tätigkeit steht die objektive Betreuung des Verbrauchers sowie eine ganzheitlich und baubiologisch-ökologisch orientierte Lehre und Bildung. Ein Schwerpunkt ist dabei die Ausbildung zum Baubiologen IBN bzw. zur Baubiologin IBN. Das Institut ist wirtschaftlich und politisch unabhängig und neutral. Die gemeinnützige Stiftung Baubiologie - Architektur - Umweltmedizin widment sich zusätzlich seit 1996 der Förderung einer gesunden, ökologischen und sozialen Wohnumwelt. Aufgaben und Dienstleistungen: Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit Forschung und Lehre über Baubiologie und Ökologie Baubiologische Beratung bei Neubau, Renovierung und Sanierung Beurteilung von Baustoffen, Einrichtungen, Häusern, Grundstücken, Baubeschreibungen, Leistungsverzeichnissen, Plänen etc. Haus-, Arbeitsplatz- und Grundstücksuntersuchungen nach dem Standard der Baubiologischen Messtechnik (SBM) Schadstoffanalysen Gutachten über Baustoffe, Einrichtungen, Häuser etc. Vermittlung von Kontaktadressen Mithilfe bei der Realisierung von Ökodörfern, ökologischen Siedlungen bzw. ökosozialen Stadtteil- und Dorferneuerungs-Projekten Entwicklung neuer Baustoffe, Bauweisen, Standards... Publikationen Wohnung + Gesundheit - Fachzeitschrift für ökologisches Bauen + Leben Literaturliste "Gesunde Wohnumwelt" - Schriftenreihe sowie Bücher und Filme (DVD und VHS) über Baustoffe und Baukonstruktionen in Neu- und Altbauten, Haus-Krankheiten, Elektrosmog, Radioaktivität, Lärm, Wohnklima, Heizung, Oberflächenbehandlung, Ökosoziale Siedlungen, Umweltmedizin, Lehmbau, Holzbau, Solararchitektur, Abwasserreinigung usw. Baubiologische Weiterbildung An dem seit 1977 bewährten und staatlich zugelassenen Fernlehrgang Baubiologie IBN haben bereits über 6000 Architekten, Bauingenieure, Bauhandwerker, Ärzte, Heilpraktiker und weitere baubiologisch-ökologisch Interessierte teilgenommen. Der Fernlehrgang Baubiologie kann mit der Prüfung zum Baubiologen IBN bzw. zur Baubiologin IBN abgeschlossen werden. Durch Aktualisierungs- und Ergänzungslieferungen sowie Aufbauseminare zu verschiedenen Themen werden ehemalige Fernlehrgangsteilnehmer laufend über die Weiterentwicklung rund um die Baubiologie informiert oder können ihr Wissen zu bestimmten Themenbereichen vertiefen. Die Fortbildung "Baubiologische Messtechnik IBN" ermöglicht es den Teilnehmern, Haus-, Arbeitsplatz und Grundstückuntersuchungen nach dem Standard der Baubiologischen Messtechnik (SBM) durchzuführen.

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