Japaner töten erneut Wale – Delfinfang regional eingestellt
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Journal Society GmbH
21.10.2009 - 13:24 Uhr - Umwelt & Natur
(prcenter.de) 21.10.2009 – Hagen/Radolfzell/Tokio – Trotz der weltweiten Empörung über das massenhafte Abschlachten von Delfinen in der japanischen Kleinstadt Taiji, das der aktuelle Kinofilm Die Bucht aufdeckt, töten japanische Walfänger 59 Minkwale (http://ecoworldly.com/category/about-environment/).
Das Gemetzel findet im Rahmen eines durch die Internationale Walfang-Kommission (IWC) erlaubten Forschungsprogramms statt, welches das Nahrungsverhalten der Meeressäuger ergründen soll. Jährlich fallen diesem IWC-Programm rund 1000 Wale zum Opfer.
Andreas Morlok, Geschäftsführer der deutschen Delfin- und Walschutzorganisation ProWal (Radolfzell), verurteilt dieses Vorgehen schärfstens: „Diese wissenschaftlichen Programme sind absurd. Freudig wurde verkündet, dass in den Mägen der Wale Krill gefunden wurde und die Ergebnisse dieser Forschungs-Expedition bei der nächsten Tagung der IWC präsentiert werden sollen. In jedem Kinderbuch über Wale steht, was die Meeressäuger fressen. Diese Form der Forschung ist sinnlos und nur vorgeschoben, denn das Walfleisch wird anschließend auf dem japanischen Markt verkauft. Durch die Genehmigung der IWC wird auch deutlich, wie diese Institution den propagierten Schutz für die Meeressäuger ernst nimmt. Ein Walfang-Moratorium, das zum Schutz der Großwale vor über 20 Jahren geschaffen wurde, ist sinnlos, wenn es zu viele Hintertüren gibt, die den kommerziellen Walfang weiterhin ermöglichen.“
Das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) im westfälischen Hagen sieht einen Zusammenhang des Walfangs mit dem derzeitigen Stopp des Delfinfangs an Japans Küsten, nachdem weltweite Proteste aufgrund des Kinothrillers „Die Bucht“, der ab morgen auch in Deutschland anläuft, zu einem regionalen Fangverbot der Flipper geführt haben. WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller: „Der Druck den der Dokumentar-Spielfilm mit dem Ex-TV-Trainer von Flipper, Ric O’Barry, auf die Japaner ausgelöst hat, führt nun offensichtlich dazu, dass sich der Trotz der japanischen Fischer im Walfang wiederfindet. Außerdem müssen die Kühlregale in den Supermärkten wieder neu gefüllt werden, da das bisher als Walfleisch umdeklarierte Fleisch der Delfine durch den vermutlich nur vorübergehenden Fangstopp der Kleinwale rar geworden ist.“
Wal- und Delfinfleisch ist hochgradig mit Schadstoffen wie Quecksilber und PCB belastet, weil die Meeressäuger am Ende der Meeres-Nahrungskette stehen und die Weltmeere einer permanenten Giftmüllverklappung ausgesetzt sind.--
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