SPD will bei Regierungswechsel Laufzeitverlängerung rückgängig machen
von
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
05.09.2010 - 17:10 Uhr - Politik & Gesellschaft
(prcenter.de) Die SPD würde bei einem möglichen Regierungswechsel jede Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke per Gesetz wieder rückgängig machen. Das kündigte der hessische SPD-Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel an, der Vorsitzender einer neuen Energie-Kommission der Bundes-SPD ist. "Wir halten klar am Atomausstieg fest, wie er im Jahr 2000 in einem Vertrag von den Stromkonzernen mit der Bundesregierung verabredet wurde", sagte Schäfer-Gümbel der Frankfurter Rundschau (Montagsausgabe). Seine Kommission soll ein Konzept für den möglichst schnellen Übergang auf eine Vollversorgung mit erneuerbaren Energien erarbeiten. Schäfer-Gümbel attackierte die AKW-Betreiber heftig. Sie hätten sich als "vertragsuntreue Truppe" gezeigt, wollten nun Zusatzgewinne einstecken und die Sicherheitsrisiken auf die Allgemeinheit abwälzen. Eine SPD-geführte Regierung werde deswegen nicht über einen neuen Atomkonsens verhandeln, sondern die Restlaufzeiten mit Ordnungsrecht festlegen. Die Konzerne hätten das Prinzip des "ehrbaren Kaufmanns" aufgegeben. "Sie fallen nicht mehr in die Kategorie von Leuten, mit denen man Verträge im gegenseitigen Vertrauen schließen kann", sagte Schäfer-Gümbel der FR. Der SPD-Politiker setzt sich für dezentrale Strukturen in der Energieversorgung ein. Man müsse mittelfristig "weg von Großkraftwerken", die heute den Strommarkt beherrschen. Die vier Konzerne Eon, RWE, EnBW und Vattenfall, die heute noch rund 80 Prozent des in Deutschland verbrauchten Stroms produzieren, müssten Erzeugungskapazität abgeben. "Deren Oligopol hat keine Zukunft", sagte Schäfer Gümbel.
Angaben zum Autor
Weitere Pressemitteilungen von dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
»
Saar-Grüne für "rot-grünes Signal"
...
»
Verkehrsrichter empfehlen Amnestie für Verkehrssünder
...
»
Medien: EU-Kommission legt Geräusche für Elektro-Fahrzeuge fest
...
»
Linken-Chef Ernst fordert mehr Importe nach Deutschland
...
Alle Pressemitteilungen von dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH anzeigen.
Die beliebtesten Pressemitteilungen aus dieser Kategorie
» Wirkung und Macht der öffentlichen Rede
» Tibetischer politischer Gefangener erliegt den Folgen der Folter
» Chinas Schwarzer Drachen auf Einkaufs- und Marketingtour in Deutschland: Wirtsch




