Tibetischer politischer Gefangener erliegt den Folgen der Folter
von
IGFM München
16.01.2012 - 18:06 Uhr - Politik & Gesellschaft
(prcenter.de) Einer Information aus Tibet zufolge verstarb Norlha Ashagtsang am 27. Dezember im Alter von 49 Jahren in Lhasa. Er stammt aus der Ortschaft Pemashang im Bezirk Jomda, TAR.
Norlha wurde am 27. Juni 2009 zusammen mit seinem Freund Gonpo Dhargyal festgenommen, als sie gegen die Festnahme zweier Tibeter, Gyurmey Gonpo und Gyatsang Dorje, protestierten, die sich an einer Bewegung beteiligt hatten, die zur Nichtkooperation mit den Chinesen in der Region aufrief (1).
Sie wurden von der PAP und der Ortspolizei schwer geschlagen und später nach Chamdo gebracht, und nach Aussage von Geshe Monlam Tharchin, einem Mitglied des tibetischen Parlaments-im-Exil, zu „sechs bzw. fünf Jahren Gefängnis verurteilt“ (2).
Im Gefängnis wurde Norlha wiederholt dermaßen heftig gefoltert, daß er schwer erkrankte, weshalb er 2011 aus gesundheitlichen Gründen entlassen wurde. Selbst nach wiederholter medizinischer Behandlung besserte sich sein Zustand nicht mehr und er starb in einem Krankenhaus in Lhasa.
Sein Freund Gonpo Dhargyal wurde etwa um dieselbe Zeit wie Norlha entlassen, ebenfalls aus medizinischen Gründen. „Dhargyal befindet sich derzeit in Behandlung, aber sein gesamter Unterkörper ist gelähmt“.
Weiter verlautet, daß auch der politische Gefangene Bulug, der 2009 festgenommen wurde, im März 2011 den Folgen der schweren, in der Gefangenschaft erlittenen Verletzungen, erlegen sei.
(1) 1. Juli 2009 „Zusammenstöße zwischen Tibetern und chinesischen Sicherheitskräften im Bezirk Jomda in Osttibet“, http://www.igfm-muenchen.de/tibet/ctc/2009/TibetPost_Jomda-Festnahmen_1.7.html
(2) 13. August 2009, „Chinesisches Gericht verurteilt drei Tibeter im Bezirk Jomda“, http://www.igfm-muenchen.de/tibet/diir/2009/GonpoJomda_13-22.8.html
Quelle: DIIR, www.tibet.net, Voice of America, www.voanews.com
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