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Walschützer begeben sich in die „Höhle des Löwen“ auf den Färöer-Inseln

von RSS-Feed Journal Society GmbH
29.07.2010 - 13:16 Uhr - Umwelt & Natur

(prcenter.de) (Hagen-Westf.) Der Oscar-prämierte Film „Die Bucht” mit Richard O’Barry brachte die grausamen Delfintreibjagden in Japan mit jährlich rund 20.000 abgeschlachteten Delfinen an die Weltöffentlichkeit. Jetzt wollen Wal- und Delfinschützer der blutigen Waljagd auf den europäischen Färöer-Inseln ein Ende setzen.

Alljährlich fallen dem blutigen Treiben vor der skandinavischen Inselgruppe mehrere Hundert Meeressäuger in volksfestähnlichen Ritualen zum Opfer. Die Fischer schlagen in ihren Booten auf Eisenstangen, die mit dem anderen Ende im Wasser versenkt werden, um die vorbeiziehenden Tiere vor der Küste orientierungslos zu machen. Dann werden ganze Walschulen in die engen Buchten der zerklüfteten Inselgruppe getrieben und barbarisch abgeschlachtet. Das empfindliche Sonar der Grindwale wird durch das Stoßen einer Eisenstange in das Blasloch zerstört. Anschließend wird die Halsschlagader aufgeschlitzt. Die Sauerstoffatmer färben in ihrem bis zu 20 Minuten dauernden Todeskampf das Wasser der Buchten blutrot.

Im Juni und Juli wurden jetzt wieder Hunderte der Grindwale von den Färingern erlegt. Das Fleisch wurde, wie immer nach einer Jagd, unter polizeilicher Aufsicht an Bevölkerungsteile der Inselgruppe mit rund 48.000 Einwohnern kostenlos verteilt. Gesundheitswarnungen von Wissenschaftlern, die erhebliche Belastungen des Walfleischs mit Quecksilber und anderen Umweltgiften bis zum hundertfachen oberhalb der vom Mutterland Dänemark festgesetzten Toleranzgrenzen festgestellt haben, werden von der autonomen Regierung der Färöer weitgehend ignoriert.

Das deutsche Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) mit seinem Gründer Jürgen Ortmüller und der Leiter der Walschutzorganisation ProWal, Andreas Morlok, haben sich zusammen geschlossen, um eine Aufklärungskampagne auf den Färöer-Inseln zu starten. Der WDSF-Gründer: „Wir werden in der kommenden Woche auf die Inseln fliegen, um Gespräche mit dem Leiter der Gesundheitsbehörde, mit Politikern, mit Parteien und den Medien zu führen. Wir wollen auf die Gesundheitsgefährdung durch den Verzehr des kontaminierten Walfleischs insbesondere gegenüber den Kindern der Färöer hinzuweisen. Allerdings haben wir auch eine gemeinsame Petition mit rund 60.000 Unterschriften aus aller Welt im Gepäck gegen den grausamen und nicht mehr zeitgemäßen Walfang. Wir gehen sozusagen in die Höhle des Löwen, denn Kritiker sind auf den Inseln nicht willkommen und werden auch schon mal bedrängt.“

Bisher hatten es andere Tierschützer oder Organisationen nie gewagt, offiziell auf die Färöer zu reisen, da sie mit Angriffen aus der Bevölkerung rechnen müssen. „Das Risiko müssen wir zum Schutz der Wale eingehen, denn sonst wird sich nie etwas ändern“, so Ortmüller. Vorsorglich haben die beiden Organisationen dem Auswärtigen Amt in Berlin ihre Aktion mitgeteilt. Dort sieht man keinen Anlass, von der Reise abzuraten.--

Angaben zum Autor
Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF)
Gründer/Vorsitzender: Jürgen Ortmüller
Möllerstr. 19
58119 Hagen
Tel.: 02334/919022
mobil: 01512 4030 952
www.wdsf.eu
e-mail: wds-forum@t-online.de

Journal-Society GmbH -jsg- Presseagentur/Mediengesellschaft Amtsgericht Hagen HR-B Nr.:4037 Möllerstr. 19 58119 Hagen Tel.: 02334/9190-12 Fax: 02334/9190-19 Digitale Pressemappe: www.presseportal.de/story.htx?firmaid=43450 Die Journal Society GmbH (jsg) wurde Anfang 2000 gegründet, um ein kritisches Umweltmagazin herauszugeben. Darüber hinaus erstellt die Journal Society GmbH Film- und Fotoaufnahmen mit Berichterstattung und stellt diese den Medien zur Verfügung (so z.B. Färöer-Walfang -ARD/Sat1/WDR/HR) und berichtet über die jährlichen Kongresse der Internationalen Walfang Kommission (IWC). Insbesondere befasst sich die jsg mit Themen des Wal- und Delfinschutzes und maritimer Säugetiere.

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